Universelle Menschen: Aufstieg in ungeahnte Höhen – mit Selbstlosigkeit und Kooperation

Ohne Konkurrenz arbeiten, selbstlos anderen helfen ihre Ziele umzusetzen. Warum universelle Menschen auf eigenen Erfolg zugunsten etwas Größerem verzichten.
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von maaS Magazin
Aufstieg durch Selbstlosigkeit © Nejron Photo - Fotolia.com

Eva hat es überhaupt nicht nötig, Adele ebenso wenig. Sie sind zwei starke Frauen, die einander vor 15 Jahren in einem Seminar begegnet sind. Beide absolvierten dieselbe Coaching-Ausbildung; beide sind heute sehr erfolgreich in ihrer beruflichen Tätigkeit; beide wohnen und arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft. Und sie wurden dennoch enge Freundinnen und blieben es über all die Jahre hinweg. Denn sie haben es nicht nötig, miteinander in Konkurrenz zu treten, einander die Kunden abzuwerben oder übereinander schlecht zu reden. Im Gegenteil: Wenn Eva bei einem Klienten das Gefühl hat, dass er bei Adele besser aufgehoben wäre, weil sie eine andere Persönlichkeit ist und deshalb ihre Coachingarbeit auch in eine etwas andere Richtung lenkt, dann ist es für Eva kein Problem, ihrem Klienten zu empfehlen, bei Adele Einzelsitzungen zu buchen. Und genauso umgekehrt.

Universelle Menschen handeln ohne Konkurrenz- und Hierarchiedenken

Beide Frauen zählen zu jenen, die die amerikanische Sozialwissenschaftlerin Barbara Marx Hubbard als so genannte „Universelle Menschen“ bezeichnet. Es handelt sich dabei um starke Individuen unserer Gesellschaft, die ohne Konkurrenz- und Hierarchiedenken zu ungeahnten Höhen aufsteigen können. Diese Menschen sind dabei, ihr Ego in Liebe zu transformieren, und haben es daher gar nicht nötig, sich oder anderen zu beweisen, wie gut oder wichtig sie sind.

Selbstlosigkeit und kooperative Tugenden sind ein wichtiges Potenzial für die Zukunft unserer Gesellschaft

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Jeder von uns kommt mit seinem eigenen, individuellen Seelenpotenzial zur Welt. Bedingt durch die traditionellen Erziehungsmodelle wird jedoch sehr viel von diesem Potenzial niemals freigelegt, auch nicht gefördert oder genutzt. Im Gegenteil: Die Wahrscheinlichkeit ist sehr viel größer, dass dieses mitgebrachte Potenzial im Laufe des Lebens wieder verschüttet wird, weil es scheinbar wenig „dienlich“ ist.

Denn die bestehenden Sozial- und Wirtschaftssysteme fordern uns Menschen in erster Linie Fähigkeiten ab, die auf Logik, Durchsetzungsvermögen, Intellekt und einem gewissen Maß an Egoismus basieren, um die Ökonomie am Laufen zu halten. Da haben Menschen, die kreativ, sensitiv oder intuitiv ausgerichtet sind, natürlich wenig Spielraum.

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In den nächsten 4 Ausgaben geht es um diese Themen:
No. 4 Ich und Gemeinschaft (Dez. 2016)
No. 5 Körper und Geist (März 2017)
No. 6 Geld und Glück (Juni 2017)
No. 7 Intuition und Verstand (Sept. 2017)

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Die Menschheit ist auf dem Weg zu einem tiefgreifenden Bewusstseinswandel

Und dennoch geht seit geraumer Zeit ein leises Ruckeln und Rütteln durch diese starren Gesellschaftsstrukturen. Viele von uns haben in den letzten Jahren immer deutlicher wahrgenommen, dass sich unsere Welt in einem gewaltigen Bewusstseinswandel befindet. Denn die Menschheit ist an einem Punkt angelangt, an dem sie die Lebensbedingungen auf dem Planeten Erde entweder komplett zerstören wird oder sich in eine unermesslich positive Zukunft zu entwickeln vermag.

Und wie so oft im Leben eines Einzelnen braucht anscheinend auch unsere Gesellschaft Szenarien, die sie in die Nähe einer ökologischen, sozialen oder ökonomischen Katastrophe bringen: Um aufzuwachen, um die Ernsthaftigkeit der Situation zu erkennen und um Veränderungen einzuleiten. Aktuelle Beispiele dafür gibt es leider genug.

Menschen wollen universelle Verbindung trotz fortschreitender Individualisierung

Der allmählich erwachende Bewusstseinswandel hat in der Zwischenzeit immerhin weltweit schon einige Millionen Menschen erreicht. In ihnen wurde das Bedürfnis geweckt, irdische UND gleichzeitig mystische Erfahrungen zu machen. Viele von ihnen haben bereits erkannt, dass wir Menschen alle miteinander verbunden und deshalb auch gemeinsam für unseren Heimatplaneten mitsamt all seinen Bewohnern verantwortlich sind.

Obwohl die Individualisierung des Einzelnen weiter fortschreitet und ihn dadurch auch aus den alten Abhängigkeiten von Obrigkeiten und Autoritäten immer mehr befreit, ist gleichzeitig ein stärker werdendes kollektives Verantwortungsbewusstsein zu spüren.

Stärkung des kollektiven Selbstbewusstseins für mehr Menschlichkeit und Spiritualität

In den letzten Jahren wurden Tausende von Organisationen gegründet, die auf Liebe, Mitgefühl, Fürsorge und Verantwortung für andere aufgebaut sind. Sie setzen sich für Menschenrechte, ökologische Anliegen, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Frieden ein. Gleichzeitig entstehen auch immer mehr Bewegungen zur Förderung unseres menschlichen und spirituellen Potenzials.

Auch immer mehr Frauen treten an die Öffentlichkeit und setzen sich für ihre Geschlechtsgenossinnen und deren Belange ein. Sie unterstützen einander, indem sie das kollektive weibliche (Selbst-)Bewusstsein stärken, noch mehr Frauenbildung ermöglichen oder ihnen mit Hilfe von Mikrokrediten die Möglichkeit geben, wirtschaftlich selbstständiger und unabhängiger zu werden. Und das alles, OHNE gegen die Männerwelt anzukämpfen.

Universelle Menschen handeln im Sinne der Entwicklung der gesamten Menschheit

Die „Universellen Menschen“, von denen Hubbard spricht, sind über ihr Herz eng mit dem Planeten Erde und allen Lebewesen verbunden. Sie haben lange Entwicklungsprozesse hinter sich gebracht und fühlen sich dazu berufen, ihre individuellen Fähigkeiten zur positiven Entwicklung der gesamten Menschheit einzusetzen. Denn sie fühlen nicht nur mit dem Herzen, sondern agieren auch aus ihrem Herzen heraus.

Menschen wie Eva und Adele haben längst erkannt, dass das Miteinander dem bislang vorherrschenden Konkurrenzkampf überlegen ist; dass ein Sich-Bekriegen und Schlecht-Machen unnötigerweise Energien verschlingt, die man für sich selbst und andere sinnvoll und konstruktiv einsetzen kann. Wettbewerbsdenken wird uns von klein auf in der Schule antrainiert – und wir haben es seit damals, als wir noch als Höhlenmenschen überleben mussten, in unseren Genen abgespeichert.

Die Frage, die sich in Zeiten unseres Bewusstseinswandels jedoch stellt, ist: Brauchen wir wirklich noch das alte Konkurrenzdenken oder verknüpfen wir besser unsere Fähigkeiten miteinander, damit viel mehr Menschen als bisher davon profitieren können?

Menschliche Ressourcen potenzieren sich und bringen Neues und Größeres hervor

Eins und Eins ergibt – zumindest aus einem mathematischen Blickwinkel betrachtet – immer Zwei. Doch wenn man die sozialen, intellektuellen, kreativen und spirituellen Ressourcen von zwei Menschen miteinander verknüpft, kommt am Ende weit mehr heraus als nur die Summe der Potenziale zweier Individuen. Denn die Ressourcen befruchten einander, gehen neue Verbindungen ein und bringen dabei etwas völlig Neues und Größeres hervor.

Wenn sich diese beiden Menschen bereits in ihrem eigenen Bewusstseinsprozess befinden, in dem sie auf Konkurrenz, Neid oder Eifersucht verzichten, „explodiert“ das Potenzial geradezu.

Transformation zum Universellen in der friedlichen Begegnung mit Mitmenschen

Spätestens dann beginnt jener Prozess, von dem Hubbard überzeugt ist, dass wir die erste und einzige Generation der menschlichen Geschichte sind, die miterlebt, dass etwas Neues, noch nie da Gewesenes, entsteht. Gemeinsam mit uns dürfen viele erwachte Seelen, die in diesen Jahren und Jahrzehnten zur Welt kommen, bei der „Geburt des Universellen Menschen“ dabei sein.

Du fühlst dich davon angesprochen? Dann sei doch einfach dabei! Du musst nicht stundenlang meditieren, um dein Ego zu transformieren. Fühle einfach in der Begegnung mit anderen Menschen in dich hinein und beobachte dich und deine Reaktionen auf sie. Schenke ihnen deine Wertschätzung und deine Aufmerksamkeit und konkurriere nicht mit ihnen. Denn unser Transformationsprozess findet mitten im Alltag statt und nicht in einem abgeschiedenen Meditationskämmerchen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem maaS Magazin No. 4 „Ich und Gemeinschaft“ von der Autorin Ingrid Auer.

maaS ist ein Mindstyle Magazin für eine erfülltes Leben, das inspiriert, ermutigt und Antworten gibt auf die wichtigsten Fragen des Lebens. Jede Ausgabe widmet sich einem besonderen Thema. Bisher erschienen sind die Titel No.1 Beruf und Berufung, No.2 Frauen und Männer, No. 3 Leben und Sterben, No. 4 Ich und Gemeinschaft. Alle Titel können hier eingesehen und bestellt werden.

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