Die Traubenfrucht Grapefruit: Achtung! Diese Frucht hat Wechselwirkungen mit Medikamenten

Zitrusfrüchte wie die Grapefruit sind nicht umsonst beliebt, enthalten sie doch viel Vitamin C und wirken sich günstig auf den Stoffwechsel aus. Aber vorsicht: Gerade die Grapefruit sollte nicht jeder essen!
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von evidero Redaktion
So gesund ist Grapefruit© Pixaby

Wie Weintrauben hängen die Früchte der Grapefruit (der „Traubenfrucht“) am Grapefruitbaum und erhielten so ihren den Fruchtstand beschreibenden Namen.

Grapefruit, Orangen und Pampelmuse sind eine große Zitrusfruchtfamilie

Die Grapefruit ist also Kreuzung, die aus der Orange und der großen Zitrone, der Pampelmuse, entstanden ist. In Norddeutschland wird sie deswegen umgangssprachlich häufig als Pampelmuse bezeichnet.

Die Grapefruit ist vermutlich das Produkt einer spontanen Kreuzung von Orange (Apfelsine) und Pampelmuse und entstand 1750 auf den Westindischen Inseln. Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts wird sie vor allem im nahegelegenen Florida angebaut. Ihr bitterer Geschmack wurde wenig geschätzt, sodass man später Sorten züchtete, die möglichst süß und weniger bitter waren.

Was sind Grapefruits?

Grapefruits sind plattrunde Früchte mit gelber Schale und hellgelbem Fruchtfleisch, das sehr saftig ist, säuerlich schmeckt und durch das Glykosid Naringin eine leicht bittere Note erhält. Die zunehmend den Markt beherrschenden rosa Sorten sind milder und süßer als die gelben. Vor allem in angelsächsischen Ländern finden Grapefruits großen Absatz, da sie dort ein wichtiger Bestandteil des Frühstücks sind: Man löffelt die halbierten und mit Zucker bestreuten Früchte aus.

Von den Kreuzungen zwischen Pampelmusen und Grapefruits, so z. B. “Sweetie” und “Pomelo” aus Israel ist die gelbgrüne, birnenförmige Pomelo zu erwähnen, die die Größe eines Kinderkopfes erreichen kann. Da ihre Schale unbehandelt ist, kann man diese ebenfalls verwerten, beispielsweise für Marmelade.

Saison haben Grapefruits übrigens von Oktober bis Mai und sind somit eine leckere Winterfrucht.

Grapefruit schneiden – so geht’s

Eine Grapefruit zu schälen ist ein bisschen komplizierter als bei Orangen und Co., aber wenn man weiß, wie es geht, klappt es bald viel besser. Schneide zuerst die beiden Enden der Grapefruit ab und schneide anschließend die äußere Schale an mehreren Stellen einige Centimeter tief ein. Lass ungefähr 5 Centimeter Abstand zwischen den Einschnitten. Nun kannst du die einzelnen Abschnitte der äußeren Schale mit dem Messer abziehen. Es wird etwas weiße Haut am Fruchtfleisch zurückbleiben, diese solltest du nicht komplett entfernen, denn in ihr befinden sich viele sekundäre Pflanzenstoffe.

Die Grapefruit soll beim Abnehmen helfen

Grapefruits und die ganze Sippschaft zeichnen sich durch hohe Gehalte an Vitamin C und dem Mineralstoff Kalium aus. Grapefruits und andere Verwandte enthalten antioxidative Substanzen, sogenannte Radikalfänger (Reduktionsmittel) und den Ballaststoff Pektin, der günstig für Herz-Kreislaufpatienten und für die Verdauung ist.

Grapefruits sollen einerseits beim Abnehmen helfen können, andererseits sogar hilfreich bei Diabetes sein. Die enthaltenen Zuckerverbindungen verbessern nämlich den Zuckerstoffwechsel und beeinflussen den Blutzuckerspiegel positiv. Ein Grund mehr, die bittere Frucht häufiger zu essen.

Mit 100g Frucht kannst du 60% deines Tagesbedarfs an Vitamin C und 10% an Kalium decken.

Wechselwirkung von Grapefruit mit Medikamenten

Achtung: Grapefruit und ihre Verwandten weisen eine hohe Medikamentenunverträglichkeit mit bestimmten Inhaltsstoffen auf. So können sie dazu führen, dass manche Medikamente stärker und andere schwächer wirken, als die sollten. Problematisch ist das zum Beispiel bei Antibiotika, aber auch bei vielen anderen Arzneimitteln. Wenn du also Medikamente einnehmen musst – frage deinen Arzt!


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