Gesundes Getreide: Gerste – ein besonderes Getreide vom Gras bis zum Korn

Aus Gerste kann man nicht nur gesundes Brot backen, der Saft der jungen Gerstensprossen ist sogar ein wahres Superfood, das schnelle Energie liefert.
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von evidero Redaktion
Gerste als Getreide oder Gerstengrassaft© vencav - Fotolia.com

Aus Gräsern entwickelte sich die Vielfalt unserer heutigen Getreidesorten. Das Getreide Gerste gehört zu den ältesten Getreidearten der Welt. Die Gerste gehört in die Familie der Süßgräser und stammt ursprünglich aus dem Vorderen Orient und dem östlichen Balkan. Vermutlich wurde hier schon um 10.000 v. Chr. Gerste angebaut, bevor um 5.000 v. Chr. die Gerste dann auch den Weg nach Mitteleuropa fand.

Zwar diente die Gerste vor allem als pflanzliche Nahrungsgrundlage zur Herstellung von Fladenbrot und Breigerichten, aber seit alters her wurden daraus auch berauschende, bierartige Getränke gebraut. Der Sud aus abgekochter Gerste diente zu der Stärkung der Gladiatoren in Sportwettkämpfen in der Arena, als Milch-Ersatznahrung für Säuglinge sowie als Stärkungsmittel für Genesende und Schwerkranke.

Gerstengrassaft gilt als Superfood

Wenn du schon ein Smoothie-Fan bist, dann kennst du sicher auch grünen Gerstengrassaft, der aus jungen, sprossenden Gerstengras-Keimlingen gewonnen wird. Einer geheimen Verschwörungstheorie zufolge soll Popeye, der Seemann, seine Energieschübe nicht aus Spinat, sondern aus dem Gerstengrassaft gewonnen haben.

Keineswegs ist es aber so, dass du schnell ein Glas ausgepressten Gerstengrassaftes trinkst und schon durchströmt dich ein neues Körpergefühl. Auch hier ist die Regelmäßigkeit einer steten Versorgung mit wirksamen Inhaltsstoffen das Geheimnis. Du kannst das Gerstengras selbst im Garten oder im Gewächshaus anbauen, das ist sicher mühsam. Aber wenn du Gerstengras in den Händen hältst, dann genügt eine Saftpresse, um jeden Tag ein oder zwei Gläser zu trinken.

Es ist unbestritten, dass der Gerstengrassaft spürbar wohltuende Wirkungen auf unseren Organismus hat. Hinreichend geklärt, worauf die Wirkung beruht, hat man bis heute nicht. Es ist wohl die Kombination von Substanzen, die man sonst in dieser Zusammenstellung in keinem anderen Lebensmittel findet.

Da ist zunächst ein Enzym, die Superoxid-Dismutase (SOD), das auch unter dem Namen Glycosyl-Isovitexin unter Fachleuten bekannt ist. Dazu kommen noch eine Reihe anderer sekundärer Pflanzenstoffe, ein hoher natürlicher Eisengehalt und ein besonders hoher Gehalt an Chlorophyll. Vermutlich ist es die Gesamtwirkung aller wichtigen Bestandteile und nicht ein einziger, der hervorzuheben wäre.

Das Getreide Gerste enthält viele Mineralstoffe und Ballaststoffe für die Gesundheit

Die Gerstenkörner sind von einer schützenden Hülle, den Spelzen, umgeben. Dadurch enthält das Getreidekorn viel Cellulose, die als Ballaststoff erst im Dickdarmbereich durch Bakterien zumindest teilweise aufgeschlossen werden kann.

Daraus resultiert zunächst ein Sättigungsgefühl und später durch die Wasseraufnahme der aufgespaltenen Cellulosebausteine ein Druck auf die glatte Muskulatur der Darmwände, der für die Verdauung anregend ist.

Neben den Ballaststoffen liefert das Getreide noch Eiweiß, Kohlenhydrate, die Vitamine der B-Reihe und Vitamin E. Besonders reich ist die Gerste an den Mineralstoffen Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen und Phosphor. Das Getreide enthält außerdem auch viele essenzielle Aminosäuren, die also von außen mit der Nahrung zugeführt werden müssen.



Gerstengras für die Haut

Störungen des Magen-Darm-Systems äußern sich in krankhaften Veränderungen der Haut. Klinische Nachweise an Patienten mit Hauterkrankungen haben ergeben, dass das Gerstengras die Haut durch Wirkungen auf die inneren Organe erneuert und heilt.

Durch den hohen Gehalt an dem Enzym SOD trägt die grüne Gerste zur Verjüngung der Zellen bei und verzögert die Zellalterung. Die Enzyme sind ebenso wirksam gegen Pigmentstörungen und Akne.

Grüne Gerste schützt vor Blutarmut

Für die ständige Nachbildung von roten Blutblättchen benötigt der Körper die Ionen (elektrisch geladene Teilchen) von Eisen, Kupfer, Kalium, Eiweiß, und Folsäure. Die jungen, grünen Sprossen der Gerste (Gerstengras) enthalten das Eisen in einer Bindungsform, die durch den Verdauungstrakt sofort absorbiert werden kann.

Das Eisen in der Gerste hat also eine hohe Bioverfügbarkeit. Für Frauen und ältere Männer kann die regelmäßige Zufuhr von Eisen über die Gerste ein wahrer Muntermacher sein.

Grüne Gerste gegen Arteriosklerose

Gegen die Zusammenlagerung und Verklumpung von Blutplättchen hilft die Grüne Gerste mit ihren antithrombotischen Wirkungen ebenfalls sehr effizient. Die Zusammenlagerung von Blutplättchen ist eine Vorstufe bei der Bildung von Thromben, die Arteriosklerose, Herzkreislaufkrankheiten und einen Herzinfarkt auslösen können.

Die Grüne Gerste trägt vielseitig zur Minderung oder gar Verhinderung von Zivilisationskrankheiten bei; dazu zählen nachgewiesene Wirkungen gegen Krankheiten wie Arthritis, Asthma, Anämie, Impotenz, Kreislauf-Probleme, Herzkrankheit, hoher Cholesterinspiegel und Nierenprobleme.

Der hohe Chlorophyllgehalt ist wirksam gegen äußere und innere Entzündungen. Daher ist sie bedeutend bei der Behandlung von Gastritis, Rheuma, Ulkus und Pankreatitis.

Gerstensprossen für den aktiven Sportler ohne Dopingverdacht

Die Sprossen der Grünen Gerste sind eine umfassende Quelle für Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in einem ausgewogenen Verhältnis und dazu liegen sie noch in einer leicht resorbierbaren Form vor.

Die Antioxidantien schützen Muskel- und Bindegewebszellen vor Schäden durch freie Sauerstoffradikale, die bei jeder sportlichen Leistung entstehen. Der Aminosäuregehalt unterstützt die Bildung von Muskelgewebe. Die schon erwähnten Enzyme verkürzen die Regenerationszeit nach Verletzungen und Operationen. Der alkalischer pH-Wert beseitigt eine Übersäuerung des Körpers, fördert die Abspaltung der Fettmilchsäure und verlängert die aerobe Muskelaktivität.

Die Grüne Gerste ist eine reiche Quelle sauberer Energie sowohl für Ausdauer- als auch für Kraftsport, darüber hinaus erhöht sie die Körperimmunität und verhindert die Entstehung von Infektionskrankheiten, die besonders Leistungssportler häufig im Trainingsaufbau zurück werfen.

Bewegung und regelmäßiger Sport ist das Beste, was du für deinen Körper tun kannst, darüber besteht wohl kein Zweifel. Aber wenn dich der innere Schweinehund mal wieder mit den Argumenten der Bequemlichkeit in die Knie gezwungen hat, dann schlage ihm ein Schnippchen, greife zur Saftpresse und trinke zwei, drei Gläser Gerstengrassaft an diesem Tag – und die Energie kehrt zurück.

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