Bio-Futter für Haustiere: Bio-Futter ist gut – nicht nur für die Tiere, die es fressen

Wer als Tier-Halter selbst Wert auf eine Ernährung mit Bio-Produkten legt, sollte auch seinem Tier Bio-Futter vorsetzen.
Annette Coumont
von Annette Coumont
Hundehaltung, Tierfutter, Hundeknochen© picture alliance / JOKER / Hartwig Lohmeyer

Womit füttert man eigentlich ein Haustier, wenn seine Menschen möglichst Bio essen und das Familienleben auf eine ökologisch nachhaltige Lebensweise ausgerichtet ist?

In meiner Familie lebt auch Milli, unsere Terrier-Mix Hündin – und zwar von Bio-Futter. Das frisst sie gern und dosenweise. Sie bekommt immer das, was wir für ökologisch vertretbar halten. Und das ist neben der selbst erzeugten Hunde-Hausmannskost doch meist Bio-Dosennahrung. Die Kommentare meiner Mitmenschen dazu lauten: „Du gibst Deinem Hund wirklich Bio-Futter? Findest Du das nicht übertrieben?“. Ich frage mich dann immer, wieso wir unseren lieben Vierbeiner von unserer sonst ökologischen Lebensweise ausnehmen sollten? Das wäre in meinen Augen nicht nur ein Mangel an Wertschätzung ihm gegenüber. Es wäre vor allem ein Mangel an Wertschätzung für die ökologisch nachhaltige Lebensführung als solche. Denn das Nachhaltigkeits-Prinzip endet ja nicht bei unserer eigenen Ernährung.

Viele Konsumenten kaufen Produkte mit einem Bio-Siegel immer noch aus rein individuellen Motiven: Weil Bio ihren Lebensstil kennzeichnet oder als gesünder gilt. Damit gerät ein wichtiger Sinn der ökologischen Lebensweise aber in den Hintergrund. Der liegt auch darin, mit dem eigenen Konsumverhalten Massentierhaltung zu vermeiden. Aber die tierischen Bestandteile im konventionellen Hundefutter stammen nun mal ausschließlich aus der Massenhaltung, die den Tieren meist ein kurzes, qualvolles und unwürdiges Leben zumutet.

Auch das eigene Haustier leidet unter dem herkömmlichen Futter, denn das wird oft mit gesundheitsschädlichen Zusatzstoffen angereichert, die krank machen. Hund´ und Katz´ leiden zunehmend unter Zivilisationskrankheiten wie Arthrose, Diabetes, Fettleibigkeit oder Herz-Kreislaufproblemen. Die sollten schlimmstenfalls den Menschen vorbehalten sein, treten aber auch bei den Tieren stets in Zusammenhang mit einer schlechten Ernährung auf. Mit biologischem Hundefutter lässt sich das vermeiden, denn was da aus der Dose kommt enthält keine künstlichen Zusatzstoffe oder gentechnisch veränderte Zutaten.

„Das muss man sich aber echt leisten können“, lautet immer das letzte Argument gegen den vermeintlichen Luxus. Und natürlich ist dieses Argument nachvollziehbar, denn Bio-Futter ist teurer und viele können sich vielleicht kaum die Öko-Lebensmittel für den eigenen Verbrauch leisten. Deshalb hier ein einfaches Hundefutter-Rezept zum Selber-Kochen; es ist garantiert kostengünstiger, Hund gerecht und bei entsprechenden Zutaten ökologisch einwandfrei:

  • Suppen-Rindfleisch mit Knochen und/oder Schlachtreste mit etwas Gemüse auskochen
  • Fleisch entnehmen, vom Knochen lösen und kleinschneiden
  • Gemüse entnehmen, kleinschneiden
  • Im Fleisch-Gemüsesud Reis, Kartoffeln oder Nudeln garkochen
  • Nach Belieben weiter mit Gemüse anreichern
  • Fleisch und Gemüse-Kartoffeln/Nudeln/Reis mischen
  • Portionsweise abpacken und einfrieren

Wer selbst einen nachhaltigen Lebensstil pflegt, der bezieht sein Haustier konsequenterweise in diese Lebensweise ein. Oder aber man verzichtet ganz auf die Haltung von fleischfressenden Haustieren.

Annette Coumont
Annette arbeitet als freie Redakteurin und Autorin mit Schwerpunkt Achtsamkeit und bewusst nachhaltige Lebenstile. Sie schreibt auch für die evidero Redaktion…