Bikram Yoga bei Hitze: Warum Yoga bei 35 Grad erst so richtig effektiv ist

Bikram Yoga ist nicht nur für Stars wie Madonna und Gwyneth Paltrow geeignet. Wer gleichsam fit, entspannt und schlank bleiben möchte, der sollte mal Yoga bei 35 bis 40 Grad Hitze ausprobieren.
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von evidero Redaktion
bikram yoga© UBER IMAGES - Fotolia.com

Was ist denn nun schon wieder Bikram Yoga? Das mag sich so mancher fragen, der versucht, sich heutzutage im Dschungel der Yogarten zurechtzufinden. Dauernd gibt es neue Trends und Begriffe, die es interessierten Yoga-Anfängern, aber auch nach Orientierung suchenden Yogis, eher erschweren, den richtigen Weg für ihre individuelle Yogapraxis zu finden. Wir zeigen euch in den evidero Basics die Hintergründe von Bikram Yoga.

Bikram-Yoga: Ohne Schweiß kein Preis

Hast du schon einmal etwas von Bikram-Yoga gehört? Diese Form gehört zu den verbreitesten Yoga-Arten und ist auch unter Stars wie Madonna oder Gwyneth Paltrow besonders angesagt: Sie schätzen die Yoga-Übungen bei erhöhten Temperaturen und die stressabbauende und fettverbrennende Wirkung, die das Schwitzen mit sich bringt. Doch was genau hat es mit dieser Methode auf sich?

Bikram-Yoga: Yoga unter erschwerten Bedingungen

Bei Bikram-Yoga handelt es sich um eine spezielle Form des Hatha-Yoga, die von Bikram Choudhury entwickelt wurde und seit den frühen 70ern weltweite Verbreitung gefunden hat. Diese sehr körperbetonte und nur leicht spirituell aufgeladene Yoga-Art findet in Räumen statt, die auf etwa 35 bis 40 Grad Celsius aufgeheizt werden.

Die Hitze soll gleich mehrere positive Effekte haben: Durch sie werden die Muskeln und Sehnen zum Beispiel ganz besonders geschmeidig. So sinkt nicht nur das Verletzungsrisiko, du kannst deinen Körper auch besonders effektiv dehnen. Gleichzeitig soll durch die Wärme der Stoffwechsel angeregt werden, was dem Körper beim Entgiften hilft.

Die Bewegungen in der Hitze sind jedoch ziemlich anstrengend: Deshalb kann Bikram-Yoga dir hervorragend helfen, dich auszupowern und dadurch Stress abzubauen – den täglichen Herausforderungen begegnest du so mit mehr Ausgeglichenheit und Ruhe. Auch die Fettverbrennung wird durch die Übungen bei hohen Temperaturen angeregt – für viele ein weiterer, nicht unerheblicher Vorteil von Bikram-Yoga.

Häufig wird Bikram-Yoga übrigens mit dem sogenannten Hot-Yoga gleichgesetzt. Das ist jedoch nicht ganz richtig: Mit Hot Yoga wird jede Form von Yoga beschrieben, die bei erhöhten Temperaturen stattfindet. Bikram-Yoga jedoch ist markengeschützt und läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Es beinhaltet insgesamt 26 festgelegte Körperstellungen – die sogenannten Asanas. Außerdem gibt es zwei Atemübungen, die jede Bikram-Session beginnen und beenden.

Üblicherweise wird pro Einheit jede Übung zweimal durchgeführt. Eine Bikram-Yoga-Einheit dauert 1,5 Stunden. In dieser Zeit werden sämtliche Körperteile trainiert. Indem du deinem Körper etwas Gutes tust, verhilfst du auch Seele und Geist zu einer echten Wellness-Kur.

Welche Ausrüstung eignet sich für Hot-Yoga-Arten?

Wenn du dich mit Bikram-Yoga oder anderen Formen des Hot-Yoga beschäftigst, solltest du auch deine Ausrüstung an die erhöhten Temperaturen anpassen. Verwende immer deine eigene Yogamatte, auch wenn dein Sportstudio Matten zur Verfügung stellt. Da du stark schwitzen wirst, ist eine eigene Matte für dich und auch andere hygienischer. Zusätzlich kannst du dir ein spezielles Yogamatten-Handtuch als Auflage für deine Matte zulegen. Es absorbiert den Schweiß und ist leichter zu reinigen als die meisten Matten.

Es lohnt sich außerdem, auch ein ganz normales Handtuch griffbereit zu haben: Bikram-Yoga gehört zu den anstrengendsten Yoga-Arten. Du wirst dankbar sein, dir regelmäßig etwas Schweiß abwischen zu können.

Passe auch deine Kleidung den erhöhten Temperaturen an: Sie sollte atmungsaktiv sein, damit Schweiß nach außen geleitet wird. Verzichte jedoch auf kurze Hosen, auch wenn sie bei starker Hitze angenehm erscheinen mögen: Auf nackten Gliedmaßen sammelt sich jedoch besonders viel Schweiß, und du könntest dadurch auf der Matte ausrutschen.

Dreiviertellange Hosen sind die bessere Wahl, sie sorgen in knienden Positionen für Halt und lassen am unteren Bein trotzdem noch etwas Luft an den Körper. Die Hosen sollten bequem und dehnbar sein – führe vor dem Kauf am besten noch in der Umkleidekabine einige typische Yoga-Posen durch. Das ideale Oberteil ist ärmellos, bequem, jedoch nicht zu weit: Beuge testweise den Oberkörper nach unten – das Oberteil sollte dabei nicht zu sehr ins Rutschen kommen.

Lange Haare bindest du am besten in einem lockeren Pferdeschwanz zusammen. Viele Frauen tragen auch gerne ein Stirnband – so gerät weniger Schweiß vom Kopf in die Augen.

So achtest du beim Bikram-Yoga auf deine Gesundheit

Schwangere sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Problem, Entzündungen im Körper und zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck sollten auf Bikram-Yoga besser verzichten, da die hohen Temperaturen einen derart geschwächten Körper zusätzlich belasten können. Durch die Hitze verliert dein Körper während dieser Yoga-Form außerdem viel Wasser. Das kann gesundheitliche Folgen haben – beispielsweise Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme. Auch ein Elektrolytmangel kann so entstehen. Diese Mangelerscheinung macht sich durch verschiedene körperliche Beschwerden, wie zum Beispiel Muskelkrämpfe, bemerkbar.

Lass es gar nicht erst so weit kommen: In den Tagen vor und nach deiner Bikram-Session solltest du ausreichend trinken – nicht weniger als etwa 1,5 Liter am Tag. Neben Wasser eignen sich ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie gut verdünnte Saftschorlen. Am Tag des Trainings solltest du dann deine Flüssigkeitszufuhr erhöhen – trinke über den Tag verteilt rund drei Liter.

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