Wieso nüchtern sein so gut tut: Alkohol-Verzicht für neue Energie

Bist du bereit, den Wein gegen Matcha auszutauschen? Alkoholfrei - Gönn deinem Körper etwas Auszeit und Regeneration!
Gina Capitoni
von Gina Capitoni
Alkoholfasten für mehr Energie© Pixaby

Sober up! Nüchtern sein ist in. Viele können sich das Nachtleben ohne Alkoholkonsum nicht vorstellen, doch wie gut und erholt fühlst du dich an einem Sonntag nach so einer Nacht? Ist das Wochenende nicht dazu da, Kraft zu tanken für die neue Woche? Es ist Zeit, die Prioritäten auf deine Gesundheit zu lenken und trotzdem Spaß zu haben. Mit diesen Tipps kannst du mit neuer Energie in den Tag starten!

Es wächst ein neues Bewusstsein und mehr Akzeptanz für Nüchternheit heran – denn mal ehrlich, wer hat schon gerne einen Kater? Gerade jetzt am Anfang des Jahres, in der Zeit der guten Vorsätze und des Fastens, hast du die Möglichkeit zu testen, wie sich ein “rauschfreies” Leben und Feiern anfühlt. Saftkuren und Fasten sind nicht die einzigen Möglichkeiten, um deinem Körper eine Auszeit zu gönnen.

Nach den Feiertagen und eventuell den ersten Parties des Jahres tut es schon gut, einfach weniger oder gar keinen Alkohol mehr zu trinken. Ein paar Wochen Abstinenz helfen immens und kosten dabei gar nichts (außer dem Krafteinsatz deiner Willensstärke)! Innerhalb von sechs Wochen können sich Leber und der Blutzuckerspiegel etwas regenerieren. Mehr Energie und bessere Laune, weniger Heißhunger und Müdigkeit sind nur einige der Wirkungen. Hier sind noch mehr Gründe und Tipps für eine nüchterne Phase 2017:

Alkoholabstinenz als Fasten- oder Detox-Zeit

Es braucht viel Willenskraft, für ein bis zwei Monate auf Alkohol zu verzichten. Mit einer gesunden Ernährung kannst du den Detox-Effekt noch ergänzen. Um den Blutzuckerspiegel zu neutralisieren sollte viel Wasser getrunken werden. Frisches Obst und Gemüse in Kombination mit gutem Fett und pflanzlichem Eiweiß unterstützen und tragen zum Gleichgewicht bei. Da Alkohol die Darmflora angreift ist es wichtig, fermentierte Lebensmittel zu essen, die viele gute Probiotika besitzen.

In der alkoholfreien Zeit hast du die Chance, deine Darmflora aufzubauen und zu stärken. Es ist zudem ganz normal sich in den ersten zwei Wochen etwas angeschlagen zu fühlen. Der Körper geht durch mehrere Entgiftungsprozesse, diesen kannst du mit Kräutertee, Ingwer und Kurkuma begegnen.

In der Vergangenheit hat man das Wort “Nüchtern” mit einem Alkoholiker auf dem Weg der Heilung oder einem Partymuffel verbunden. Langsam stellt sich aber eine andere Sicht und Akzeptanz unter den Menschen ein. Es geht beim Nüchtern-sein um viel mehr, nämlich darum, für sich selbst zu sorgen. Zu einem gesunden Lebensstil gehört neben der Bewegung und Ernährung auch die bewusste Einstellung zu Alkohol und Drinks.

Natürliches “High” ohne Alkohol

Nutze die neu gewonnene Zeit (weniger Zeit in der Bar/auf Partys und mehr Zeit am Morgen ohne Kater), um Aktivitäten zu einzuplanen, die dir auf ganz natürliche Art ein gutes “Rausch”-Gefühl geben. Sport, der dich zum Schwitzen bringt, lässt die “Feel Good” Hormone wie Serotonin ausströmen. Natürlich ist die Einschränkung einfacher, wenn dein Umfeld auch mitzieht. Vielleicht inspirierst du sie oder ihr plant es direkt gemeinsam, nüchtern sein liegt 2017 sowieso im Trend.

Dazu gibt es immer mehr alkoholfreie-Partys, man muss sich also nicht verkriechen. Eine kollektive Energie verhilft dir und euch, dabei zu bleiben. Geht zusammen tanzen, zum Sport, Yoga oder in die Sauna.

Verbessere in der alkoholfreien Zeit deine Selbstfürsorge

Wenn du aus Stresssituationen bisher mit Drinks geflüchtet bist, dann ist dieser Punkt besonders wichtig. Stress und Angst richten mehr Schaden an, als wir denken. Nutze die Zeit, um zu meditieren und herauszufinden, wie du anders und neu mit Stress und Angstgefühlen umgehen kannst. Vielleicht ist es Bewegung an der frischen Luft, Zeit in der Natur, Kochen, darüber reden, eine kreative Beschäftigung oder ähnliches.

Schaffe tägliche Rituale für dich, die dir Entspannung schenken, dein Nervensystem beruhigen und dir einfach gut tun. Sorge gleichermaßen für Körper, Geist und Seele. Es macht auch Sinn während der Zeit ein Tagebuch/Journal zu führen, lange Bäder zu nehmen und dich mit Abhyanga (ayurvedische Selbstmassagen) zu verwöhnen.

Ohne Alkohol kannst du besser schlafen

Wenn du dich oft müde und erschöpft fühlst obwohl du viel schläfst, könnte das eventuell mit den Cocktails vom Wochenende zu tun haben. Alkohol vor dem zu Bett gehen vermindert die Schlafqualität. In deinen Detox-Wochen gilt daher: Hol etwas Schlaf nach, richtig guten Schlaf, bei dem sich deine Leber erholen kann. So fühlst du dich morgens wirklich ausgeschlafen und voller Energie.

Reflexion und Selbstfindung in deiner Fastenzeit

Mit etwas Achtsamkeit und Reflektion siehst du vielleicht nach einiger Zeit schon etwas klarer. Mit Abstand zu gewissen Angewohnheiten oder auch Menschen stellt sich ein Bewusstsein ein. Muster lassen sich einfacher erkennen und du kannst neue Entscheidungen treffen, die deinem Wohlbefinden dienen. Mit Yoga Studios, Meditations-Apps und einem schönen Notizbuch ist es gar nicht so schwierig, Ruhe zu finden. Um tiefgreifende Heilung zu aktivieren und sich Tag für Tag mehr zu finden, braucht es aber Zeit.

Statt Alkohol: Rezepte für Regeneration und Stärkung

Matcha-Latte

  • 1 TL Matchapulver
  • 50 ml heißes Wasser
  • 200 ml Mandelmilch (oder Milch der Wahl)
  • 1 EL Kokosblütenzucker (Honig oder Rohrohrzucker)

Matcha in eine kleine Schale geben und mit 50 ml heißem Wasser verrühren. Am besten klappt es mit einem Matchabesen. Die Milch mit dem Zucker erwärmen und aufschäumen. Matcha-Flüssigkeit in ein Glas füllen (oder in der Schale servieren) und anschließend die aufgeschäumte Milch hinzugeben.

Goldene Kurkuma-Milch

  • 200 ml Mandelmilch
  • 1 TL Kurkuma Pulver
  • 1/4 TL Vanille, gemahlen
  • Eine kleine Prise Salz & Pfeffer
  • 1 EL Honig oder Ahornsirup

Die Milch in einem Topf erwärmen.
Alle Zutaten in einen Mixer geben.
Warm servieren!

Brokkoli Detox-Suppe

1 Brokkoli
2 Stangen Sellerie
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll Spinat oder Grünkohl
1 Pastinake
500 ml Gemüsebrühe
Saft einer halben Zitrone
1 EL Kokosöl
2 EL Kürbiskerne

In einem großen Topf das Kokosöl erhitzen, Zwiebel, Knoblauch, Pastinake, Selleriestangen und Brokkoli klein schneiden und hinzugeben. Für 5 Minuten dünsten.
Die Gemüsebrühe vorbereiten und in den Topf schütten, zugedeckt 7 Minuten köcheln lassen.
Spinat oder Grünkohl und Zitronensaft unterrühren. Alles cremig pürieren.
Warm mit Kürbiskernen servieren.

Gina Capitoni
Expertin: Gina Capitoni
Gina Capitoni schreibt seit 2015 für evidero über Ernährung. Sie ist Ernährungsexpertin, Yogalehrerin und veranstaltet Food-events...
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