Achtsamkeit mit Sport lernen: So hast du Achtsamkeit noch nie trainiert

Dir fällt Achtsamkeit im Alltag schwer? Versuche deine bewusste Wahrnehmung doch einmal durch Sport zu trainieren. So lernst du Achtsamkeit fast ganz von allein.
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von evidero Redaktion
Achtsamkeit durch Sport lernen, zum Beispiel durch Slacklining© nenetus - Fotolia.com

Achtsamkeit lässt uns unseren Körper, unsere Gefühle und unsere Psyche besser wahrnehmen. Eine tolle Möglichkeit dieses Bewusstsein zu trainieren, ist der Sport. Jetzt, wo die Tage wieder länger und wärmer werden, versuche dein Training doch einmal nach draußen zu verlagern, um nicht nur in Einklang mit dir selbst, sondern auch mit der Natur zu kommen.

Sport ist eine unglaublich tolle Möglichkeit, Achtsamkeit zu trainieren. Viele kennen das Gefühl, beim Sport richtig abschalten zu können, Frust loszulassen und Ärger einfach zu vergessen. Doch du kannst sogar einen Schritt weitergehen.

Besonders neue Sportarten geben dir die Chance, dein Bewusstsein für deinen Körper und deine Wahrnehmung noch viel stärker zu schärfen. Bei neuen Sportarten musst du dich stark auf die eigentliche Bewegung konzentrieren, sodass du gar keinen Platz für andere Gedanken hast. So kommst du ganz automatisch bei dir selbst an.

Einige Sportarten sind aber besonders gut für das Training der Achtsamkeit geeignet. Sie fördern deinen Geist und deine Wahrnehmung. Jetzt im Sommer solltest du das gute Wetter nutzen und dein Training nach draußen verlagern. Outdoor-Sportarten können dir helfen, mit dir und der Natur wieder in Einklang zu kommen. Ganz nebenbei wird auch noch dein Körper geformt und gestrafft.

evidero stellt dir die besten Outdoor-Sportarten zum Training der Achtsamkeit vor!

1. Slacklining schärft das Bewusstsein von Körper und Geist

Slacklining kann jeder und überall üben. Dafür wird einfach ein spezielles Seil – die Slackline – zwischen zwei Bäumen oder Säulen gespannt. Ziel ist es dann, von einem Ende des Seils auf die andere zu balancieren – natürlich ohne runterzufallen, soweit möglich. Slacklining macht unglaublich viel Spaß und trainiert deinen ganzen Körper, dadurch, dass du die ganze Zeit das Gleichgewicht halten musst.

Das Slacklining schärft aber nicht nur die Balance deines Körpers, sondern auch die deines Geistes. Diese Bewegungen sind so neu für deinen Körper, dass du dich extrem konzentrieren musst, um nicht runterzufallen. Ganz bewusst setzt du einen Schritt vor den anderen, spürst, wie sich deine Füße in das Seil pressen und jeder einzelne Muskel angespannt wird. Horche in dich hinein: An welcher Stelle fällt es dir besonders schwer, weiterzugehen? Wann fängt das Seil unter deinen Füßen an, weh zu tun?

Die Slackline-Profis balancieren über tiefe Schluchten und sehen sich mit der Gefahr direkt konfrontiert. Soweit musst du natürlich gehen, vor allem nicht am Anfang. Dennoch konfrontiert dich die Slackline immer mit der Gefahr, einfach runterzufallen – auch wenn es nur ein paar Zentimeter sind. So wird die Achtsamkeit gegenüber deines Körpers geschult und du wirst lernen, besser auf dich aufzupassen.

Von unserem Experten erfährst du ganz genau, wie Slacklining funktioniert

2. Nimm mit Pilates bewusst deine Postion in der Umwelt wahr

Pilates ist fantastisch, um deinen ganzen Körper komplett wahrzunehmen. Bei dieser Sportart ist die Herausforderung schon alleine, die richtige Grundspannung und Körperhaltung das ganze Training über zu halten. Platz für negative oder überflüssige Gedanken ist dann erst gar nicht mehr.

Aktiviere dein Powerhouse! Spüre, wie stark deine tiefer liegenden Bauchmuskeln sind, wie sie deinen Rücken und deinen ganzen Körper tragen. Übst du draußen Pilates, wirst du die erdende Wirkung des sicheren und aufrechten Standes noch viel deutlicher spüren. Ziehe dir Stabilität und Kraft aus der Erde. Atme die frische Sommerluft ein und merke schon beim bewussten Ein- und Ausatmen, wo Verspannungen liegen.

Pilates hat unglaublich viel mit Körperwahrnehmung und Orientierung im Raum zu tun. Nutze dieses Training, um deine Gedanken ausschließlich auf deinen Körper zu richten und achtsam deine Bewegung in der Umwelt auszuführen.

3. Freediving schenkt Achtsamkeit und Respekt vor der Umwelt

Freediving bedeutet tauchen ohne Ausrüstung. Man muss also längere Zeit ohne Sauerstoff auskommen und ist ohne Schutz den Gezeiten ausgesetzt.

Diese Sportart kann in vielerlei Hinsicht Achtsamkeit trainieren. Stell dir vor, du bist unter Wasser und du hörst nur grenzenlose Stille, spürst den Druck des Wassers auf deiner Haut, in deinen Ohren. Nirgendwo wirst du stärker mit den Reflexen deines Körpers konfrontiert.

Der Drang zu atmen wird immer stärker und dein Körper versucht dir mit aller Kraft zu sagen, endlich wieder an die Oberfläche zu tauchen. Nimm bewusst wahr, wie sich das anfühlt und gehe an deine Grenzen. Danach wirst du ein ganz anderes Gefühl für das Leben und deinen Körper haben und achtsamer mit ihnen umgehen.

Dadurch, dass du keine Ausrüstung verwendest, schadest du auch der Umwelt nicht. Schwerelos schwebst du durch die Unterwasserwelten und erkundest unbekannte Welten. Werde eins mit der Natur und lasse dich treiben. Wasser kann in so vielerlei Hinsicht Therapie sein und meditativ wirken.

4. Aktiviere deine Wahrnehmung im Hier und Jetzt durch Barfußlaufen

Barfußlaufen ist natürlich und gesund und dennoch machen wir es fast kaum noch. Es ist einfach ungewöhnlich und unpassend, glauben wir. Doch tatsächlich verbessern wir durch das Laufen ohne Schuhe unsere Haltung und trainieren unglaublich viele Muskeln, die wir in Schuhen gar nicht erst erreichen würden.

Barfußlaufen wird sogar schon als Therapie in der Psychotherapie angewendet, um Patienten wieder zu sich selbst und zur Natur zurückzuführen. Warum nicht also als tägliches Achtsamkeits-Training jeden Tag eine halbe Stunde Barfußlaufen?

In unserem Fuß befinden 70.000 Nervenenden – 70.000! Wann bist du das letzte Mal bewusst über eine Wiese gelaufen, hast jeden einzelnen Grashalm zwischen deinen Zehen gespürt und den frischen Tau deine Fußsohle kitzeln lassen?

Probiere als deine nächste Achtsamkeits-Übung doch einfach mal aus, einen Spaziergang ohne Schuhe zu machen und spüre genau in deine Füße hinein. Wie fühlt sich der Boden an? Ist es angenehm auf dem Untergrund zu laufen oder kitzelt es eher? 30 Muskeln werden beim Barfußlaufen aktiviert – spüre jeden einzelnen davon.

Hier erfährst du, warum Barfußlaufen so unglaublich gesund ist

5. Erreiche deine Ziele achtsam mit Bouldern

Beim Bouldern erklimmst du Kletterwände in der Halle oder Felswände in der Natur ganz ohne Seil. Du könntest jederzeit herunter fallen, doch der Ehrgeiz, die schwierige Route zu erklimmen, wird dich schnell packen.

Bouldern ist viel mehr als “nur klettern”. Du musst lernen, dich in der Umgebung zurecht zu finden, neue Wege zu suchen und Probleme zu lösen, wenn der eigentliche Weg nicht funktioniert. Du bist also voll konzentriert im Hier und Jetzt. Wo setzt du den nächsten Schritt? Wie kommst du an dein Ziel? So musst du ganz automatisch achtsam deine Umgebung wahrnehmen und einschätzen, wie du den Berg am besten erklimmst.

Gleichzeitig wirst du eins mit der Natur, schmiegst dich dem Felsen an und wirst so Stück für Stück achtsam dein Ziel erreichen.

6. Outdoor-Yoga als Schlüssel zur Achtsamkeit

Yoga gilt als das Mittel schlechthin, um Achtsamkeit zu üben. Kein Wunder, denn beim Yoga wirst du mit allen Zusammenhängen in deinem Körper konfrontiert. Besonders das Zusammenspiel zwischen Atmung und Bewegung spielt eine wichtige Rolle.

Yoga lehrt dich, im Hier und Jetzt anzukommen, deinen Geist voll und ganz auf dich zu konzentrieren und alles überflüssige auszublenden. Die einzelnen Asansas lehren dich Konzentration und Durchhaltevermögen.

Es ist bewiesen, dass frische Luft deine Konzentration steigen lässt und du mehr Kraft und Ausdauer für die einzelnen Übungen hast. Die Sonnenstrahlen bringen dir außerdem gleichzeitig noch mehr gute Laune. Worauf wartest du also noch?

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